* Produktbeschreibung * |
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Unser Sternderlgucker hat die Grundform einer Kugel, diese ist im unteren
Bereich abgeflacht. So kann man sie auch stabil hinstellen, was besonders
auf dem Schiff mit seinen Wellenbewegungen und Schwankungen wichtig ist.
Der Durchmesser beträgt 26 cm, da unser Artefakt natürlich nicht
zu groß und unhandlich sein darf, und mit dieser Größe lässt
es sich nach unseren Versuchen gerade bequem in Händen halten.
Andererseits ist sie damit auch nicht zu klein für eine angenehme Usability
: schließlich soll der Benutzer auf der Oberfläche ja in einer
brauchbaren Auflösung und Größe die Sterne erkennen und mittels
Finger-tippen auswählen können.
Das Gewicht ist nicht so stark technikabhängig, da wir nur relativ wenige
und leichte Komponenten benötigen (siehe unten). Hier geht es mehr um
eine angenehme Haptik :
Einerseits nicht zu leicht, um doch einen wertigen Eindruck zu vermitteln.
Andererseits nicht zu schwer, um die Kugel länger auf dem Schoß
liegen zu haben. Als Ergebnis unserer persönlichen Versuche finden wir
ein Gewicht von ca. 300-500g optimal.
Den oberen Bereich der Kugel bildet der Touchscreen, der den jeweils aktuellen
Sternenhimmel anzeigt.
Dazu muss unser Artefakt natürlich wissen, wo (geographisch) und in welcher
Ausrichtung es sich gerade befindet. Wir verwenden einen GPS-Empfänger
um die geographische Lage zu bestimmen.
Zusätzlich ist es aber auch wichtig, zu wissen in welcher Neigung und
Richtung der Benutzer und die Kugel sich unter dem Himmel befinden, um immer
das korrekte Bild des gerade sichtbaren Himmels anzuzeigen. Deshalb enthält
unsere Kugel einen Kreisel zur Bestimmung der lokalen Neigung und einen Kompass
zur Bestimmung der Richtung.
Auf mittlerer Höhe der Kugel unterhalb des Touchscreens, also am "Äquator", befindet sich der Lautsprecher in Form eines Ringes / Streifens der um die Kugel herumgeht und so aus jeder Position und für einen oder auch mehrere Zuhörer optimale Klangeigenschaften bietet. An dieser Stelle wird er auch nicht von den haltenden Händen verdeckt.
Im unteren Bereich, zwischen Höhe des Lautsprechers und dem abgeflachten
Boden, befinden sich in gruppierter Anordnung die Bedienelemente und Anschlüsse.
Natürlich nicht zu weit unten, um nicht versehentlich beim Abstellen
der Kugel berührt und gedrückt zu werden.
So wird der schöne glatte Kugeleindruck nur minimal unterbrochen und
alle wichtigen Elemente sind leicht erreichbar, zum Beispiel für die
Daumen der haltenden Hände.
Es gibt hier zusätzlich zum Touchscreen also bewusst simpel nur 2 Bedienelemente: einen ON/OFF-Knopf und ein Drehrad für die Lautstärkeregelung. Der ON/OFF-Knopf soll naturgemäß ohnehin nur selten verwendet werden, und das Lautstärke-Rädchen ist bei Bedarf intuitiv mit dem Daumen zu finden und zu bedienen indem man darüberstreicht, auch mit geschlossenen Augen und im verträumten Zustand.
Außerdem benötigt unsere Kugel 2 Anschlussstecker, die ebenfalls
in dieser Gegend seitlich im unteren plaziert sind:
+ ein handelsüblicher 3,5mm-Kopfhörerausgang, wenn Kopfhörer
angeschlossen werden schaltet die Kugel automatisch den Lautsprecher ab, bestens
geeignet für ein privates Hörvergnügen ohne Mitreisende zu
stören.
+ ein Anschluss für das Akkuladekabel, der Akku selbst verbleibt beim
Ladevorgang im Gerät und kann aber, wenn nötig, durch Entfernen
der flachen Bodenplatte entnommen und getauscht werden.
Wir legen besonderen Wert auf eine lange Akkulaufzeit von mindestens 5 Stunden.
Unser Sternderlgucker ist ja ein unbeschwerter Begleiter einer gemütlichen
Nacht im Liegestuhl unter freiem Himmel . In dieser entspannten Situation
will man natürlich nicht daran denken müssen wann man den Akku aufgeladen
hat, oder aufstehen weil dieser leer ist.
All diese Anschlüsse und Bedienelemente sind aber praktisch nicht erhaben sondern fügen sich in die glatte runde Kugeloberfläche ein um nicht zu stören.
Es gibt optional auch eine passende Tasche zum Schutz beim Transport.
Technische Komponenten:
Kugel mit Touchscreenoberfläche, Lautsprecher, Kreisel, Akku, Eingang zum
Laden des Akkus, GPS Empfänger, Ausgang für optionale Kopfhörer, on/ off Button,
Drehrad als Lautstärkeregler, Prozessor.
Verwendung
Prinzipiell ist die Kugel dazu gedacht dass sie, während sie benutzt wird, ganz bequem auf dem Schoß des Users ruht. Durch ihre Form liegt sie schon von sich aus stabil, zur Bedienung hält man sie einfach auch von unten mit einer oder beiden Händen.
Der Benutzer kann nun entweder Sternenbilder am Himmel betrachten
und diese dann auf der Kugel suchen und danach das gewünschte Sternbild klicken.
Oder er kann auch ziellos ein interessant erscheinendes Sternbild auf der
Kugel auswählen, um über dieses mehr zu erfahren.
Das Sternenbild am Touchscreen der Kugel passt sich ja immer automatisch an
das aktuelle am Himmel an.
Durch einfaches Drücken mit dem Finger auf den gewünschten Stern oder
das Sternbild kann man naturwissenschaftliche Informationen über diesen
Stern erfahren.
Wenn man sich nun aber eher für eine Sage oder einen Mythos über diesen
Stern interessiert, drückt man auf den Stern oder das Sternenbild länger (mindestens
3 Sekunden).
Hat man seine Wahl getroffen, beginnt die Sprachausgabe:
Je nach Wahl des Benutzers (kurzes Drücken für allgemeine Info oder
längeres Drücken für Sage/Mythos) wird ein Audiofile abgspielt
und über Lautsprecher oder Kopfhörerausgang ausgegeben.
Ein weiterer Druck auf den Touchscreen hält die Wiedergabe an, dient
also als Pausefunktion. Drückt der Benutzer dann nocheinmal, wird die
Wiedergabe fortgesetzt.
Selbstverständlich ist es auch möglich, einer Geschichte nicht bis
zum Ende zu lauschen, sondern zu einem beliebigen Zeitpunkt auf einen anderen
Stern zu tippen und dessen Geschichte anzuhören.
Hat man keine Lust mehr sondern will einfach nur mehr in Ruhe daliegen oder
schlafen, kann man die Wiedergabe mit einem Fingertip (=Pause) oder mit einem
Druck auf den ON/OFF-Button (=komplett) beenden.
Das Tangible User Interface ist bewusst simpel gewählt, da die Kugel ja Entspannung fördern, und nicht durch technische Raffinessen verwirren soll.
Auch insgesamt soll unser Sternderlgucker absolut kein überladenes,
extrem umfangreiches und teures Gerät sein, sondern eher durch angenehme
Usability und Beschränkung auf eine bestimmte Funktion die dafür
bestmöglich umgesetzt ist, wirken.
Der Kaufpreis sollte so gestaltet sein, dass es leicht möglich ist zum
Beispiel auf einem Kreuzfahrtschiff jedem Interessierten so einen Sternderlgucker
zur Verfügung zu stellen, oder dass jeder Konsument sich einfach für
den privaten Gebrauch einen Sternderlgucker kaufen kann.
Wir denken unser Sternderlgucker kann ein angenehmer Begleiter in einer warmen Sommernacht sein, mit dem man entspannt im Liegestuhl liegt, den Blick auf den Himmel genießt, und die Sinne nur vom leisen Rauschen der Wellen an der Schiffswand und einer alten griechischen Sage über die Sterne berieseln lässt.
:-*)
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Gruppe 5 *
Experimentelle Gestaltung SS 2005 |