* SternderlGucker * |
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Die Sterne faszinieren die Menschheit seit Anbeginn, sie setzten ihre Götter
ins Firmament und verknüpften Helden, sowie besondere Persönlichkeiten mit den
Himmelskörpern. Später untersuchten sie die Stellungen der einzelnen Planeten,
und entdeckten dabei mehr und mehr die Weiten des Weltalls....
Tausende Geschichten, und noch mehr Informationen beziehen sich auf die Sterne.
Besonders die Seefahrer früherer Zeiten haben eine enge Verbindung zu ihnen
aufgebaut, als Wegweiser, als koordinatenbestimmende Konstanten. Auch heute
sehen Seefahrende noch immer gerne zum dunklen Himmel hinauf, stellt er doch
eine kleine Abwechslung zur Eintönigkeit des glatten Meeres dar. Die Geschichten
die sich um Mars, um Osirion, um die Milchstrasse etc. drehen ... und wo ist
überhaupt der 'Große Wagen'?
Unser Projekt bietet nun die Möglichkeit, all diese spannenden Geschichten und Informationen über die Sterne zu erfahren.
Dazu benutzen wir eine Kugel (oder Halbkugel), die der Reisende in Händen hält. Auf dieser Kugel befinden sich leuchtende Punkte, die immer die gerade aktuell am Himmel sichtbaren Sterne und Sternbilder darstellen. Der sterneninteressierte Beobachter kann nun auf seiner Kugel einen der Sterne antippen und erhält dazu alle Informationen.
Auch wichtig ist die Verbindung zwischen unserem Kugelartefakt und der Position der Sterne am realen Sternenhimmel. Der Benutzer möchte ja gerne wissen, wo er die realen Sterne und Sternbilder am Himmel über seinem Kopf sehen kann:
Da unsere erste Idee mit dem Leuchtstrahl, die wir sehr schön und besonders passend fanden, sich leider fast unmöglich realisieren lässt, haben wir uns nun folgende Möglichkeiten zur Orientierung überlegt:
Eine Art Handschuh, in den leuchtende Pfeilsymbole zum Beispiel auf dem Handrücken
und den Fingern eingearbeitet sind. Diese Pfeilsymbole können passend zur
Position und Haltung der Hand eine Richtung anzeigen, indem die dafür richtigen
Pfeilrichtungen aufleuchten.
So kann der Benutzer mit seiner Hand (und dem angezogenen Handschuh) auf den
Himmel zeigen und die Pfeile geben ihm die Richtung an in die er seine Hand,
zum Beispiel mit gestrecktem Zeigefinger, bewegen muss um den gewünschten
Stern zu finden.
Natürlich stehen Handschuh und Kugel miteinander wireless in Kontakt, so
dass die Verbindung zwischen den beiden Teilen sich für den Benutzer möglichst
simpel gestaltet.
Für diese Lösung spricht die relative Einfachheit der Anwendung für
den Benutzer und dass ein Gruppenmitglied aus einer Fernsehsendung weiß
dass so ein Handschuh real existiert und funktionsfähig ist.
Ein anderer Ansatz wäre folgender:
Während der Benutzer mit einer Kopfbewegung ("den Blick über
den Himmel schweifen lassen") den Sternenhimmel absucht, hängt er
sich ein sehr kleines unauffälliges Artefakt um das eine Art Kreisel beinhaltet
und so die exakte Kopfhaltung feststellen kann. Ist der Kopf nun korrekt ausgerichtet,
das heißt der Benutzer blickt gerade in die richtige Richtung um den Stern
zu sehen, dann ertönt ein dezentes akustisches Signal.
Unabhängig von der genauen Art der Positionsbestimmung (über die wir uns nach der Technologievorlesung weitere Gedanken machen werden) geht unser Sternenerlebnis dann folgendermaßen weiter:
Hat man auf der Kugel einen Stern angetippt, beginnt die Kugel zu erzählen:
zum Beispiel besonders spannende Sternengeschichten und Legenden der Griechen,
Römer und anderer Kulturen, außerdem natürlich alle anderen relevanten
Informationen.
Eventuell gibt es auf der Kugel irgendeine Möglichkeit, aus mehreren Geschichten
und Informationen auszuwählen oder durch das Angebot zu navigieren.
Hierfür wäre es praktisch die Kugel oder Halbkugel als eine Art Touchscreen
zu gestalten, so dass der Benutzer darauf nach dem Antippen des gewünschten
Sternes auch ganz simpel eine Geschichte aus mehreren auswählen kann.
Als Medium der Informationsdarstellung haben wir uns aber bewusst simpel für
Ton und Erzählung entschieden, da wir das Erlebnis in einer dunklen ruhigen
Nacht am Meer unter freiem Himmel zu liegen, nicht durch zB. zusätzliche
Bilder oder Videos stören wollen.
Wir halten das leicht spielerische Entdecken dieser Kugel, die natürlich
so klein und leicht ist dass man sie angenehm in der Hand halten, drehen und
damit umgehen kann und das Auswählen ihrer leuchtenden Sternenpunkte für
ein sehr situationsangepaßtes und sinnliches Erlebnis.
Entspannung pur, mit dem Blick über den Sternenhimmel schweifen, und einer
vielleicht schon 2000 Jahre alten Legende und dem Rauschen der Wellen lauschen.
Wir legen insgesamt also großen Wert darauf, dieses Erlebnis möglichst
angenehm und entspannt zu gestalten, und wollen unsere Technik daher sehr simpel
und mit minimalem Ablenkungspotential gestalten.
Andererseits müssen wir dem Menschen der in seinem Liegestuhl liegt und
den Nachthimmel genießt, ein Mittel zur Verfügung stellen mit dem
er die Sterne am Himmel auch wirklich finden kann. Das ist aufgrund der großen
Entfernung zum Himmel und einem gewissen Grad an benötigter Genauigkeit
nicht ganz einfach, wir müssen ein Artefakt zur Nutzung in der Hand oder
am Kopf verwenden und möchten versuchen einen angenehmen Kompromiss zwischen
technischer Funktion und Komfort zu bieten.
Das Suchen eines Sternes am Himmel ist ja neben Sterne-auswählen und
Geschichte-lauschen auch nur ein Teil der gesamten Interaktion mit unserem Sternderlgucker:
Der Benutzer kann das extra für diesen Vorgang nötige Artefakt wie
zB. den Handschuh natürlich sofort ablegen wenn er den gewünschten
Stern gefunden hat, und sich dann wieder bequem zurücklehnen, sein Rotweinglas
nehmen und der Geschichte aus unserer Kugel lauschen.
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Gruppe
5 * Experimentelle Gestaltung SS 2005
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